14.04.2016: Scala dei Turchi

Vom Campingplatz ausgehend fuhren wir zunächst dem Meer entlang bis Porto Empedocle, dessen Hafen das Sprungbrett zu den Pelagischen Inseln Lampedusa und Linosa ist. Ein Stück weiter gelangten wir zur Scala dei Turchi (Türkischen Treppe), einer blendenweißen Kalkformation, deren schräg horizontal verlaufende Riesenstufen an eine Treppe erinnern. Ihr Name kommt daher, dass einst an dieser Stelle Piraten („Türken“) gelandet sein sollen. Heute wird die Scala dei Turchi gern als Hintergrund für Modeaufnahmen genommen.

  
Weiter etwas landeinwärts in der Nähe des Dorfes Aragona wollten wir die „Vulcanelli di Maccalube“, eine große graue Fläche ohne jede Vegetation auf der, kleine Schlammvulkane vor sich hinblubbern, besichtigen. Aufgrund eines traurigen Anlasses, dem Tod zweier Kinder im September 2014, ist das Gebiet jedoch gesperrt und nun für Touristen nicht mehr zugänglich.


Auf unserer Weiterfahrt nach Eraclea Minoa durchfuhren wir abseits der Hauptstraßen herrliche Landschaften mit blühenden Blumen.
  

12.04. – 13.04.2016: Agrigento und Valle dei Templi

Von unserem Campingplatz in einem Vorort von Agrigento machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um die weltberühmten Tempelanlagen (Valle dei Templi) zu besichtigen. Bei herrlichem frühsommerlichen Wetter war unser Rundgang schweißtreibender als ursprünglich erwartet.

Inzwischen haben wir uns auch an die schlechte und unprofessionelle Beschildungerung der Sehenswürdigkeiten in Süditalien und Sizilien gewöhnt. So finden wir trotz einiger Fehlversuche stets die passende Zufahrt oder den Eingang zu den Tempeln, Kirchen oder Museen.

Am folgenden Tag gingen wir es gemütlicher an und besuchten die Altstadt von Agrigento. Dabei besichtigten wir die Chiesa e Monastero di Santo Spirito, die Chiesa Santa Maria del Greci und den Dom, der gerade renoviert wird. Zum Abschluss gab es den bereits gewohnten Cappuccino und ein Dolce.

11.04.2016: Modica und Ragusa

Das große Erdbeben von 1693 verwüstete fast die gesamte Region im Südosten Siziliens. Wie Phönix aus der Asche entstanden aus den Trümmerhaufen eine ganze Reihe neue Städte, wie zum Beispiel Modica und Ragusa. Geplant und erbaut wurden diese Städte im Zeitalter des Barock.
 
Modica (UNESCO-Weltkulturerbe) liegt am Schnittpunkt zweier Schluchten, die enge Treppengassen und dicht gestaffelte Häuserreihen an den Hängen bedingen. Entlang der Hauptstrasse Corso Umberto I, liegen die meisten Geschäfte, Cafes und Barockbauten der Stadt.


Modica ist auch bekannt für seine vielfältigen Süßwaren, darunter eine besonders herbe Schokolade (Cioccolato), die nach einem uralten spanischen Rezept hergestellt wird (lecker!). Im Caffé dell’Arte kosteten wir prima Cannoli.


Wenige Kilometer entfernt von Modica entfernt liegt Ragusa (UNESCO-Weltkulturerbe). Im Gegensatz zur Neustadt ist Ragusa-Ibla sehenswert und birgt einige prachtvolle Barockbauten, wie zum Beispiel den Dom der Stadt.